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Kobra-Alarm in Herne Herner SPD-Chef Alexander Vogt fordert Verbot für Haltung von giftigen Tieren

27. August 2019

Von der giftigen Kobra, die aus der Wohnung eines Tierhalters aus Herne-Holthausen ausgebrochen ist, fehlt weiterhin jede Spur. 30 Anwohnerinnen und Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen und eine ganze Stadt ist in Aufruhr. Um solche potenziellen Gefahren zu vermeiden, will der Herner Landtagsabgeordnete Alexander Vogt (SPD) die Haltung giftiger Tierarten verbieten lassen.

Am Sonntagnachmittag konnte die Monokelkobra, die zwischen 1,40 Meter und 1,60 Meter lang sein und einen Durchmesser von sechs Zentimetern haben soll, aus einer Herner Privatwohnung entwischen. Insgesamt lebten in der Wohnung rund 20 weitere Giftschlangen, die die Herner Polizei mittlerweile beschlagnahmt hat. Die Stadt Herne hat dem Mieter am Montagnachmittag untersagt, die Tiere weiterhin in seiner Wohnung halten zu dürfen.

„Giftige Tiere gehören in keine Wohnung“, stellt Alexander Vogt klar. „Privatpersonen können gern alle möglichen Haustiere halten. Aber solche Tiere, die Menschen gefährden, müssen wir aus Privathaushalten verbannen. Sowohl zum Schutz von Anwohnerinnen und Anwohnern als auch im Sinne des Tier- und Artenschutzes werde ich mich auf Landesebene dafür einsetzen, dass die Haltung giftiger Tiere in Nordrhein-Westfalen verboten wird.“

Auch der zuständige Bezirksbürgermeister Mathias Grunert (SPD) erklärt: „Es ist unzumutbar, dass die Holthausener Bürgerinnen und Bürger in Angst und Schrecken versetzt werden und solche Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, weil eine Person Giftschlangen in seiner Wohnung hält. Das darf nicht länger erlaubt sein.“

Derzeit gibt es in NRW kaum Einschränkungen für die Haltung exotischer Tiere, eine Kobra zu besitzen ist nicht verboten. Die CDU-geführte Landesregierung erklärte bereits, dass die bisherigen Gesetze ausreichend seien. Alexander Vogt sieht das anders: „Das Herner Beispiel zeigt, dass neue Regelungen dringend nötig sind. Ich fordere die schwarz-gelbe Landesregierung auf, sich dem Problem anzunehmen, um den Bürgerinnen und Bürgern in NRW solche Ausnahmesituationen in Zukunft zu ersparen. Der erste Schritt wird sein, eine Kleine Anfrage zu stellen, um beispielsweise herauszufinden, wie groß das Problem mit Gifttieren in NRW tatsächlich ist. Ich hoffe, dadurch wird die Landesregierung doch noch einlenken – zum Schutz der Menschen in NRW“, so der SPD-Politiker.